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Urlaub Kroatien - Reisebericht Kroatien Reise

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Wo fährt man hin, wenn man wenig Geld ausgeben und nicht fliegen möchte, aber trotzdem Sonne und Meer bei warmen Temperaturen genießen möchte? Genau nach Kroatien, denn hier ist das Preisniveau im Vergleich zu den anderen Ländern am Mittelmeer relativ niedrig. Allerdings hat Kroatien in den letzten Meeren vermehrt seine Bedeutung als Urlaubsland zurückerlangt, wodurch auch das Preisniveau deutlich angehoben wurde. Unser letzter Urlaub in Kroatien begann damit das mein Mann und ich eine Woche frei hatten und nicht recht wussten was wir in dieser Zeit anfangen sollen. Also haben wir unsere Koffer gepackt und sind einfach mal losgefahren. Der Vorteil in dieser Urlaubsplanung besteht natürlich darin, dass man absolut ungebunden ist und sich nicht an irgendwelche festgelegten Zeiten halten muss.

Nachdem wir durch Österreich gefahren waren und uns einmal mehr über die höchst unverschämten Mautpreise geärgert hatten, sind wir einfach mal Richtung Slowakei "abgebogen". Erste Feststellung: Der Sprit ist hier wahnsinnig günstig. Kurzentschlossen sind wir dann einfach durch die Slowakei durchgefahren und haben nur zum Tanken gehalten. Unser Ziel Kroatien kristallisierte sich heraus, weil wir beide vor dem Krieg einmal Jugoslawien besucht hatten und schauen wollten, wie es heute aussieht. Dabei stellten wir fest das dieses kleine Land wirklich eine Reise wert ist. Die Küstenstraße ist perfekt ausgebaut und man kann sie bis nach Zadar und Split durchfahren.

Wir haben es so gemacht, dass wir immer ein Stück gefahren sind und angehalten haben, wenn uns irgendwas gefallen hat. Dabei ist zunächst einmal zu bemerken, dass es in Kroatien nur sehr selten Sandstrände gibt. Die meisten Strände sind entweder Felsen- oder Kieselstrände. Das hat zur Folge das sich vor allem in Küstennähe fette Seeigel tummeln. Tritt man aus Versehen in diese, brechen die Stacheln ab und die Stücke bleiben unter der Haut und verursachen wirklich heftige Entzündungen. Deswegen sollte man zum Baden immer spezielle Badeschuhe anziehen, die bekommt man in Kroatien an jedem Kiosk für einen Appel und ein Ei.

Was uns sehr verwundert hat, ist, dass es in Kroatien weitaus billiger ist, essen zu gehen als Essen zu kochen. Die Preise für Lebensmittel sind in den Supermärkten mindestens genauso hoch wie bei uns und bei manchen Artikeln sogar noch deutlich höher. Trotzdem ist es sehr preisgünstig im Restaurant zu speisen, warum das so ist, haben wir nicht herausgefunden. Jedoch hatten wir nie den Eindruck, dass die Speisen aus minderwertigen Zutaten bereitet worden waren. Im Gegenteil vor allem Fisch und Fleischgerichte bestachen durch absolute frische und die Portionen waren riesig.

Auch bei der Schlafplatzwahl gingen wir eher unkonventionelle Wege. Denn in jedem Ort, auch wenn er noch so klein ist, gibt es ein Touristenbüro, bei dem man eine Unterkunft für die Nacht finden kann. Meist sind das kleine Zimmer, Pensionen oder Ferienwohnungen, die auf diese Weise belegt werden. Wir haben für die Übernachtung pro Person nie mehr als acht Euro gezahlt und wir hatten immer ein Zimmer, das in Ordnung war. Auf diese Weise kommt man auch recht schnell mit den Kroaten in Kontakt. Die sprechen alle relativ gut deutsch und sind ein lustiges versoffenes Völkchen. So kam es das ich in diesem Urlaub sowohl Skat wie auch Doppelkopf spielen gelernt habe.

Und auch an Sehenswürdigkeiten hat Kroatien einiges zu bieten. Beispielweise die Insel Krk, kein Rechtschreibfehler, die man unbedingt besuchen sollte. Denn dort kann man den weltbesten Käse essen, den die Inselbewohner selbst herstellen und wahrlich göttliches Spanferkel. Einen Besuch lohnt auch der Nationalpark Palencia, der uns allen als Kulisse der alten Winnetou Filme mit Pierre Brice bekannt ist. Hier gibt es auch ein richtiges Klettereldorado. Wer noch nie geklettert hat, kann sich dort gegen kleines Geld eine Ausrüstung leihen und es einfach mal versuchen.

Besonders gut gefallen hat es uns jedoch in der Stadt Zadar. Wir als Geschichtsfreaks fanden dort reichlich Futter. Denn zahlreiche Museen, Kirchen und zeitgenössische Bauten aus verschiedenen Epochen warten darauf entdeckt zu werden. Aber natürlich hat Zadar auch ein reges Nachtleben, das sich vor allem an der Strandpromenade und am Hafen abspielt. Hier sitzt man am Abend genießt einen Cocktail und guckt Leute. Besonders schön ist dies im Hafen denn dort gibt es eine Meeresorgel, die ein berühmter Künstler geschaffen hat. Diese verwandelt die Impulse, die sie durch die Wellen erhält, in Musik und das ist ein Genuss der besonderen Art.

Danke für diesen Kroatien Reisebericht, Mia

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