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Camping Istrien - Reisebericht Campingurlaub Istrien

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"Pappi, ich will dieses Jahr in den Ferien unbedingt nach Istrien zum Campen! Christian war schon oft mit seinen Eltern da und sagt, das sei ganz toll dort!" Na ja, wie kann sich ein Vater den Wünschen seines Sprösslings widersetzen? Als Kind war ich selber oft mit meinen Eltern dort gewesen, auf dieser Halbinsel zwischen dem Golf von Triest und der Kvarner Bucht.

In diesen Sommerferien war es dann soweit. Wir fuhren durch Österreich über Ljubljana Richtung kroatische Küste und dann an Opatija und Lovran vorbei die Ostküste entlang bis zu dem Ort, der mir noch von früher bekannt war: Mošćenička Draga. Schon beim Ankommen sah ich, dass sich gar nicht so viel verändert hatte: die malerische Altstadt mit dem pittoresken Hafen gab es immer noch und natürlich den kleinen Campingplatz. Wir beschlossen, hier erst einmal ein paar Tage unser Zelt aufzuschlagen. Dass daraus einige Wochen werden sollten, war uns damals nicht bewusst. Es stellte sich nämlich erst nach und nach heraus, dass unser Ausgangspunkt ideal war, um die Schönheiten Istriens zu entdecken.

Nachdem wir einige Tage das herrliche Meer genossen hatten (für Taucher ein ausgezeichnetes Areal, da die Küste sehr felsig ist und über faszinierende Unterwasserreviere verfügt), beschlossen Vater und Sohn, sich auf Wanderschaft zu begeben - wir besuchten das oberhalb von Mošćenička Draga gelegene, fast 1000 Jahre alte Burgstädtchen Mošćenice. Am besten gelang man dorthin, indem man einfach eine Treppe hochgeht, die allerdings aus 720 Stufen besteht. Aber die Mühe lohnt sich: Von oben hat der Besucher einen atemberaubenden Blick über die Kvarner Buch und auf die Inseln Cres und Krk. Diese Inseln sind übrigens ein "Muss" für Istrienbesucher. Sie sind leicht zu erreichen mit einer Fähre, die von Brestova (Abfahrt halbstündlich) nach Porozina geht. Auf Cres entdeckt der Reisende die Tramuntana, einen in Europa einzigartigen Nationalpark ohne Besiedelung.

Von Mošćenice führt eine Bergstraße weiter nach Brsec; sie gilt als eine der schönsten der gesamten Adria. Etwas ist hier ganz und gar ungewöhnlich: der dichte Baumbewuchs. In der Antike wurde in weiten Regionen des Mittelmeerraums Raubbau an den Wäldern betrieben. Das war hier nicht der Fall, und in neuerer Zeit zeichnet sich diese Gegend durch ein Netz von Wanderwegen aus, die allerdings nicht immer leicht zu begehen sind.

Nach diesem Ausflug ging es zurück nach Mošćenička Draga, immer an der Küste entlang auf der etwas oberhalb der Küste gelegenen Strandpromenade. Möglichkeiten zur kulinarischen Einkehr gibt es hier überall: von exzellenten Strandrestaurants bis zum einfachen Imbissstand.

Von Mošćenička Draga aus besuchten wir an einem Tag Pula, die größte Stadt Istriens mit ihrem prachtvollen römischen Amphitheater. Drei römische Kaiser sollen daran gearbeitet haben. Auch die Markthalle im Jugendstilbau ist sehr sehenswert.

Wer sich mehr zu touristischem Nachtleben hingezogen fühlt, der ist mit einem Besuch von Poreč, der "Riviera Istriens", gut beraten. Von Mošćenička Draga erreicht man Poreč, indem man quer durch die Halbinsel über Pazin fährt.

Es gibt - nicht nur für Camper - viel zu entdecken in Istrien - mein Sohn und ich werden bestimmt wiederkommen!

Danke für diesen Campingurlaub Istrien Reisebericht, Klaus

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