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Urlaub Zillertal - Reisebericht Zillertal Tirol

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In der Pfingstwoche 2009 sind wir zu viert (Eltern um 50 Jahre, mit zwei Burschen 12 und 14 Jahre) ins Zillertal in Tirol, Österreich gefahren. Wir wohnten direkt am Taleingang (Norden) in Fügen, mitten im Ort. Der Ort ist sehr angenehm und man fühlt sich gut versorgt.

Die Anreise mit dem PKW über das berühmt- berüchtigte Inntaldreieck war trotz des Ferienbeginnes in den südlichen deutschen Bundesländern problemlos und so konnten wir völlig entspannt unseren einwöchigen Wanderurlaub beginnen. Gleich am ersten Tag sind wir zur Einstimmung ca. 3 Stunden im Tal bis auf mittlere Höhen über die Jausenstationen Oberhaus und den Seehüter Weg zur St. Pankrazkirche, die eine Besichtigung lohnt, spazieren gegangen.

Nach einer beeindruckenden Messe am Pfingstsonntag sind wir mit dem Auto ins Tal hinein (= Richtung Süden) gefahren und haben bei gutem Wetter das Tal erkundet. Leider hatten wir unsere Fahrräder nicht dabei. Für uns wäre es ideal gewesen, das sehr breite und wenig ansteigende Tal mit dem Rad zu erkunden. Von den diversen Tourenangeboten für Mountainbike Freaks ganz zu schweigen (diese Angebote sind jedoch für uns nicht geeignet).

Höhepunkte unserer Touren war eine Almhütten – Rundwanderung in Hochfügen, eine Wanderung zu den Sennerhütten oberhalb Hardt und natürlich die Gründe im Süden.

Die Wanderung im Zillergrund und -von dort abzweigend- den Sundergrund entlang zur Kainzen Alm war ein echtes Naturerlebnis mit so vielen und hohen Wasserfällen, wie wir sie selten gesehen haben. Ganz nebenbei konnten wir den Murmeltieren bei ihrem lustigen Treiben zusehen.

Die Schlegeis Alpenstraße startet in 1.000 m Seehöhe und führt über diverse Kehren und mehrere Natursteintunnel zu den Parkplätzen beim Schlegeis Stausee in 1.800 m Seehöhe (teilweise mautpflichtig und ampelgeregelt). Belohnt wird man durch ein eindrucksvolles Alpenpanorama, immer mit dem Stausee im Vordergrund. Die Wanderung vom Parkplatz hinauf zur neu errichteten Olpererhütte (2389 m) der DAV-Sektion Neumarkt i. d. Oberpfalz war zu dieser frühen Zeit in diesem Jahr für uns das höchst erreichbare Ziel. Ein wunderbarer Ausblick über den See hinweg auf den Zillertaler Hauptalpenkamm mit dem Gletscherfeld des Schlegeiskees und den eisgekrönten Gipfeln Hochfeiler (3510 m), Großer Möseler (3473 m), Hoher Weißzint (3371 m) und Hochferner (3473 m) ließen die Mühen des Aufstieges schnell vergessen.

Die mautpflichtige Zillertaler Höhenstraße bietet die einmalige Gelegenheit, ohne Benutzung einer Bergbahn bequem auf 2000 m Seehöhe zu gelangen. Die Strasse ist meist einspurig, jedoch mit vielen Ausweichmöglichkeiten. Vom Parkplatz Hochzillertal aus haben wir eine lohnenswerte Wanderung auf den Gedrechter (2217 m) gemacht. Auch hier bietet sich eine herrliche Rund- und Weitsicht.

Auch die Kultur kommt im Zillertal nicht zu kurz. Jeder Ort im Tal hat seine eigene Kirche mit einzigartigem Schmuck. Auch profane Gebäude sind kunst- und kulturhistorisch beachtenswert. So kann man sich auch bei schlechterem Wetter gut unterhalten. Ganz zu schweigen von diversen weiteren Angeboten wie Sommerrodelbahn, Freibädern, …

Am Abreisetag nutzten wir dann noch die Bequemlichkeit einer Bergbahn und sind mit der Spieljochbahn (634 m – 1865 m) von Fügen aus auf das Spieljoch gefahren. Dort war ziemlich viel los, und so entschieden wir uns, auf weniger bevölkertem weil steilerem Weg eine Wanderung auf das Onkeljoch (2050 m) und von dort Richtung Hochfügen zu machen. Der Rückweg führte uns dann auf steil abfallendem Grat doch noch zum Spieljoch und dann zurück zur Bergstation der Gondelbahn.

Wieder im Tal, war unsere letzte Aktion im Zillertal eine Führung durch das (nach Angaben des Betreibers) derzeit wohl modernste BioMasseHeizKraftWerk Österreichs. Hier konnten wir viel über Holz und seine diversen Nutzungsmöglichkeiten erfahren. Im Schauraum nahmen wir Anregungen für einfache „Kunst aus Holz“ mit nach Hause. Eine dieser Ideen haben wir schon umgesetzt und so steht in unserem Garten eine von uns Vieren gestaltete Holzskulptur, die uns dauernd an unseren Aufenthalt im Zillertal erinnert. Jeder, der in unseren Garten kommt, findet diese Skulptur bemerkenswert, und so ist immer ein Reisebericht fällig.

Fazit: Ein sehr gelungener Familien Wanderurlaub mit viel Erholungspotenzial.  

Danke für den Reisebericht Zillertal, Karl-Anton

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