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Island Reise - Reisebericht Island Urlaub

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Island ist Europas zweitgrößter Inselstaat, somit erfolgt eine Anreise meistens mit dem Flugzeug. Es ist jedoch auch möglich mit dem Auto zu fahren und mit der Fähre überzusetzen. Für unseren Urlaub planten wir die Anreise mit Germanwings, das bietet den Vorteil das die Zeit die man für die Anreise benötigt überschaubar ist. Gleich nach unserer Ankunft in Reykjavik, machten wir uns auf die wilde Schönheit Islands zu entdecken. Jedoch entschieden wir uns ganz bewusst für Wege jenseits der ausgetretenen Backpacker-Wanderwege. Denn wozu auf ausgetretenen Pfaden laufen, wenn man genauso gut neues entdecken kann.

Zunächst führte uns unser Weg nach Húsavik. Diese Stadt ist ganz im Norden der Insel gelegen und ist Europas Walbeobachtungszentrum. Der Leiter dieses Zentrums wurde vom Time-Magazin zum Pionier des Jahres für Europa ernannt. Zu verdanken hat er diese Ehre seinem grenzenlosen Engagement, mit dem er sich für den Schutz und die Erhaltung der Wahlpopulation einsetzt. Die Möglichkeit ihn kennen zu lernen hat jeder Besucher des Wahlzentrums, in welchem man eine Menge Wissenswertes über die grauen Riesen erfährt. Im Hafen von Húsavik warten eine Menge Ausflugsboote auf Touristen. Bei der Fahrt auf das offene Meer hat man die Gelegenheit Buckelwale, Minkwale und Delfine einmal ganz aus der Nähe zu beobachten. Reist man im Frühling nach Húsavik, sind die Chancen sehr groß einen dieser bedrohten Meeresbewohner ganz aus der Nähe betrachten zu können. Denn dann versammeln sich zahllose Wale vor der Küste der Insel.

Den Moment, als ich zum ersten mal die Schwanzflosse eines Wales aus dem Meer ragen sah, werde ich mit Sicherheit nie vergessen. Diese Tiere sind unglaublich riesig und massig, bewegen sich jedoch bei ihren Sprüngen über Wasser so elegant das es eine Freude ist ihnen zuzusehen. Interessant war auch die Begegnung mit den Delfinen, diese sind so zutraulich das sie ganz nah an die Ausflugsboote schwimmen. Oft ist es sogar möglich sie zu streicheln und anzufassen, was wohl der Neugier dieser lustigen Tiere zu verdanken ist. Bei unserem Ausflug auf das Meer blieben sie eine ganze Weile am Boot, man hatte richtig den Eindruck, dass sie mit den Besuchern spielten. Und auch auf der Rückfahrt wurde das Boot noch eine ganze Weile von Delfinen begleitet.

Danach ging es weiter zum See MjNatn, dessen ganze Umgebung durch Wanderwege erschlossen ist. Diese sind so ausgelegt, dass man auch bei mittlerem Training gut zurechtkommt. Beeindruckend ist hier vor allem die Landschaft und die klare Luft. Die Umgebung des Sees sieht aus als wäre man direkt auf dem Mars gelandet. Es gibt riesige Krater und die Gegend ist recht unwirtlich, sodass man sich fragt, ob sie überhaupt besiedelt ist. Und erstaunlicherweise ist sie es, denn um den MijNatn brüten so viele verschiedene Entenarten wie sonst nirgends in Europa.

Weiter ging es in den Westen der Insel, zu einem Naturschauspiel der besonderen Art. Der Snæfellsjökull ist ein beeindruckender Gletscher auf der Halbinsel Snæfellsnes. Man kann ihn zu Fuß erkunden, es werden aber auch überall Ausflüge mit Schneefahrzeugen angeboten. Diese sind preislich nicht ganz billig, es lohnt sich aber denn man kommt mühelos zur Gletscherspitze. Allerdings ist dieser Ausflug nur für Menschen zu empfehlen, die absolut schwindelfrei sind. Denn an der Gletscherspitze geht ein Abhang senkrecht nach unten, das fühlt sich gefährlich an und bietet doch einen unvergleichlichen Blick über den Nordatlantik.

An der steilen Küste von Ystiklette findet sich auch der größte von Vögeln besiedelte Felsen der Welt. Unzählige Meeresvögel sind hier anzutreffen unter andere auch die weltgrößte Kolonie von Tordalken. Und auch das Wahrzeichen von Látrabjarg ist hier anzutreffen. Der Papageientaucher hat fast die ganzen Westmännerinseln besiedelt. Und sein Fleisch gilt in Island als Delikatesse, so bieten sich viele Führer an die mit den Gästen der Insel auf Papageientaucherjagd gehen. Das sollte man unbedingt mitmachen, denn das ist wirklich ein Erlebnis der besonderen Art. Da Papageientaucher nicht besonders helle sind, können sie ganz einfach mit einem großen Kescher aus dem Flug gefangen werden. Das machte mir großen Spaß, anschließend sollten wir die Tiere schlachten und ausnehmen. Das machte mir wiederum keinen Spaß, sodass ich das unserem Führer überließ. Die gerupften und ausgenommenen Vögel werden gegrillt und schmecken unbeschreiblich ekelhaft. Also mein Tipp für alle Besucher: Papageienvögel fangen ja! Essen nein! Außerdem gefällt es den Vögeln mit Sicherheit auch viel besser, wenn sie im Anschluss an die Jagd wieder freigelassen werden.

Eine besondere Empfehlung verdient auch der Volkssport der Isländer: Golf. Im ganzen Land finden sich unzählige Golfplätze. Im Sommer gibt es sogar die Möglichkeit zum Mitternachtsgolf, da es im Juni nicht mehr richtig dunkel wird auf Island. Hat man eine einigermaßen gute Quote beim Golf, kann man dann auch am Arktis-Open teilnehmen, das um 18 Löcher um Mitternacht gespielt wird. Fast genauso beliebt ist Kajakfahren in Island. Weswegen auch überall wo sich ein Fluss findet, Kajaktouren mit erfahrenen Führern angeboten werden. Auf so einer Tour bekommt man einen nachhaltigen Eindruck von der rauen Schönheit dieses Landes.

Unbedingt einplanen sollte man auch einen Aufenthalt in Reykjavik. Denn in diesem süßen Hauptstädtchen gibt es einiges zu erleben. Neben zahlreichen Museen und Sehenswürdigkeiten erwartet den Besucher auch eine lebendige kulturelle Szene. So gibt es zahlreiche Pubs, Kneipen und Cafés, in denen ständig Konzerte, Ausstellungen und Lesungen sind. Besonders gut hat es uns im Nelly´s gefallen, dass damit wirbt, das billigste Bier in der Stadt zu verkaufen. Am Wochenende gibt es hier immer Livemusik, zudem wird der Pub von vielen Einheimischen besucht.

Für alle Menschen, die schlecht ein-, oder durchschlafen abschließend noch ein Tipp. Vor allem in den Sommermonaten, wird es in Island nie richtig dunkel. Wer weiß, dass er auf Licht empfindlich reagiert, sollte sich unbedingt eine Schlafbrille mitnehmen, damit er Island auch bei Nacht genießen kann.

Danke für den Reisebericht Island, Mia

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