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Urlaub Thailand mit Bangkok: Reisebericht Thailand Reise

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Thailand wird ja auch das Land des Lächelns genannt, wer allerdings seine Reise in der Megapolis Bangkok beginnt, dem erschließt sich die sprichwörtliche Freundlichkeit der Thais meist nicht so gleich. Als ich in der Hauptstadt landete, die offiziell Krung Thep Mahanakhon Amon Rattanakosin und noch etwa 15 weitere Wörter heißt, stürmten erstmal ziemlich viele Taxifahrer auf mich zu, die mich mit dem typischen Singsang der thailändischen Sprache alle in ihr Taxi locken wollten. Ich stieg dann in irgendeines ein, und da ich mit Rucksack unterwegs war, war es klar, dass das Ziel die Khao San war.

Die Khao San ist die wohl legendärste Traveller-Straße Asiens, wenn nicht gar der ganzen Welt. Dort steht ein Guesthouse (die Thais sagen "Gethau") neben dem anderen, dort findet sich eine Imbissbude neben der anderen, dort treffen sich Rucksacktouristen aus der ganzen Welt und dort gibt es alles was das Herz der Reisenden begehrt und noch viel mehr. Das Guesthouse in dem ich abstieg war ok. Es war sauber, die Laken waren frisch und es sah so aus als würde regelmäßig sauber gemacht. Es gab einen Ventilator und ein Bett, das war's. Minimalistisch und unschlagbar billig.

Die Khao San erschien mir wie ein Mikrokosmos, eine Parallelwelt in der sich die Gespräche in erster Linie um tolle Reiseziele drehen und darum wer am wenigsten für was bezahlt hat. Dazu dröhnte aus den zahllosen Restaurants laute Musik oder der Fernseher war in einer Lautstärke eingestellt, die selbst Tote wieder aufwecken konnte. Es ist eine extremst bizarre Szenerie. Das babylonische Stimmengewirr und die vielen wirren Geräusche überstiegen meine eh schon geringe gejetlagte Toleranzgrenze und ich ging früh zu Bett. Das also sollte die Stadt der Engel sein? Nun vermutlich waren die gerade auf Betriebsausflug.

Am nächsten Morgen machte ich mich auf die Suche nach ihnen und den Geheimnissen und schönen Seiten Bangkoks, und siehe da, es gibt sie und zwar nicht zu knapp. Beeindruckend sind die vielen buddhistischen Tempel, der Wat Po mit dem liegenden Buddha, der Wat Arun mit seinen Porzellan verkleideten Pagoden, der Wat Phra Keo und der Große Palast. Tempelfreaks kommen hier voll auf ihre Kosten. Ganz interessant sind auch die Zeremonien am Erewan-Schrein, der auf der Haupteinkaufsmeile Bangkoks, der Sukhumvit, steht und ein überdimensioniertes Geisterhäuschen ist. Als in den 50er Jahren das Erewan Hotel erbaut wurde, ereigneten sich einige mysteriöse Unfälle, bis den Bauherren aufging, dass sie das obligatorische Geisterhäuschen vergessen hatten, das zu jedem thailändischen Haus gehört und dazu dient den Geistern und Ahnen einen Platz zu bieten, an dem man ihnen huldigen kann. Schnell wurde das Versäumte nachgeholt und der Erewan-Schrein gebaut und seitdem kommen täglich viele Thais und Falangs (das sind wir) hierher um zu beten oder Opfer zu bringen damit ihre Wünsche erfüllt werden.

Bangkok ist eine Stadt, die vielleicht erst auf den zweiten Blick gefällt, aber auf alle Fälle ist Bangkok aufregend, pulsierend und interessant. Nach einigen Tagen hatte ich dann aber doch genug von vergoldeten Buddhas, Tempeln und dem ewige Verkehrsstau und fuhr nach Koh Phangan, eine Insel im Golf von Siam. Hier ist nichts mehr zu spüren von der Hektik der Großstadt, hier gibt es nur Palmen, Sand und Meer.

Nach diesem Urlaub war ich noch öfter in Thailand und habe viele Inseln gesehen. Ob Koh Samui, Koh Chang, Koh PhiPhi, Koh Lanta oder Koh Tao oder wie sie sonst noch heißen. Sie sind alle schön. Der Sand ist weich, die Palmen sind hoch, das Wasser ist blau und die Menschen sind relaxed. Für mich ist das Besondere an Thailand die buddhistische Gelassenheit. Das Leben erscheint einem hier irgendwie leichter und viel unbeschwerter und voller "Sanuk" (Spaß).

Danke für diesen Thailand Reisebericht, Carola

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