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Quebec Reise - Städtereise Quebec Reisebericht

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Vor etwa 6 Monaten (Herbst 2008) begab ich mich mit meinem Freund sowie den Schwiegereltern auf eine zweiwöchige ins entfernte Kanada, in die Hauptstadt der gleichnamigen Provinz Québec. Da dort hauptsächlich Französisch und meist auch Englisch gesprochen wird, hatten wir alle keine Verständigungsprobleme. Mit dem Flieger sind wir gegen Abend am Flughafen von Montréal angekommen und wurden mit einem Reisebus in unser Hotel nach Québec City gebracht.

Wir übernachteten in zwei Doppelzimmern mit Halbpension im altstädtischen Hotel Château Frontenac, was durch seine historische Schönheit und Raffinesse sofort auffiel. Für Nicht-Übernachtungsgäste ist es auch möglich, eine Führung durch das Schloss zu erhalten. Sehr erschöpft von der Anreise, genossen wir unser Abendessen bei Sonnenuntergang in der Pianobar des Hotels, tranken einen guten Wein und begaben uns doch recht schnell auf unsere Zimmer, da es bereits am nächsten Morgen mit einem straffen Programm losgehen sollte.

Zu Fuß wurden wir am Vormittag durch die historische Altstadt sowie einige neue Straßenzüge geführt. Besonders sehenswert empfand ich die Basse Ville, eine schmale Uferterrasse mit Cafés, kleinen Shops und der Kirche Notre Dame de Victoires, wohin wir am Nachmittag eigenständig zurückkehrten, um einen Kaffee mit Blick auf den St. Lorenz-Strom zu genießen. Eine leichte Brise wehte uns um die Nase und Sonnenschein ließ es uns wie einen Urlaub am Meer vorkommen.

Im Anschluss tätigten wir einige Souvenir-Einkäufe und begaben uns zurück ins Hotel, wo wir gemütlich zu Abend gegessen haben. Später gab es eine nächtliche Hausführung, an der wir begeistert teilnahmen.

Der nächste Tag stand unter dem Motto Kultur und so besuchten wir die bekanntesten Museen der Stadt. Darunter waren der Parc de l'Artillerie, das Musée de la Civilisation, das Musée de l'Amérique Francaise sowie das Musée du Fort, welches mein Favorit war. Es werden Schlachten und Belagerungen des 18. Jahrhunderts dargestellt.

Am nächsten Tag besuchten wir das Cap aux Diamants am Südrand der Stadt mit seiner großen Zitadelle. Auf den weitläufigen Wiesen machten wir eine kleine Wanderung und veranstalteten am Nachmittag ein gemütliches Picknick. Am späten Nachmittag besuchten wir die Terrasse Dufferin mitsamt der Rue St. Louis, welche durch viele Gebäude aus dem 17. Jahrhundert Bekanntheit erlangten.

Der 5. Tag ging sehr früh los, da eine Tagestour nach Montréal geplant war, wo wir gegen 9.30 Uhr ankamen. Direkt zu Beginn führte man uns auf die Île de Ste Hélène mit weitläufigen Parkanlagen und einem historischen Militärmuseum. Am Nachmittag erhielten wir eine Führung durch die gemütliche Altstadt von Montréal. Der Tag klang aus mit einem Stopp am Mont Royal, von wo aus wir einen atemberaubenden Blick über die Innenstadt erhaschen konnten. Am Abend kehrten wir erschöpft zurück ins Hotel und beschlossen spontan, das Nachtleben zu erkunden. So versackten wir im Chez Dagobert bei rockigen Gitarrenklängen und süffigen Weinen.

Am nächsten Tag schliefen wir lange aus, verpassten das Frühstück und beschlossen, Mittag essen zu gehen und anschließend eine schöne Shoppingtour durch die vielen kleinen Läden der Stadt zu machen, was wir auch sehr erfolgreich taten. Sehr zu empfehlen ist das Café du Monde im Hafenviertel, wo es sehr schmackhafte Muschelgerichte zu guten Preisen gibt. Am Abend besuchten wir nach dem Essen noch einen kanadischen Kinofilm auf Englisch mit französischem Untertitel. Viele Unterschiede zum deutschen Kino ließen sich nicht feststellen.

In der zweiten Woche wollten wir die Umgebung ein wenig besser erkunden und somit ging es für uns zu der Île d'Orléans, wo man den Eindruck bekommt, die Insel sein in einem früheren Jahrhundert stehengeblieben. An der Côte de Beaupré beeindrucken insbesondere die Montmorency Wasserfälle mit ihrer Größe. Weitere kleine Ausflüge führten uns unter anderem in den Parc du Saguenay und zum Mingan Archipel.

Insgesamt kann ich sagen, dass die Reise nach Kanada für mich eine der teuersten, aber auch der schönsten bisher überhaupt gewesen ist und die Gastfreundlichkeit der Einheimischen mir sehr positiv ins Auge gestochen ist.

Danke für diesen Reisebericht über Quebec, Linda

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